wahllupe.de · Die Wahl in ZahlenLandtagswahl Berlin 2026
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Die Wahl in Zahlen, auf Basis des WohnlupenScores von Wohnlupe
Landtagswahl · Berlin · 2026

Berlin wählt

Am 20. September 2026 wählt Berlin ein neues Abgeordnetenhaus. Wohnlupe zeigt die wahlentscheidenden Zahlen je Bezirk, das amtliche Ergebnis von 2023, aktuelle Umfragen und die Positionen der Parteien.

Tage
bis zur Wahl
Wahltag · Sonntag, 20. September 20261 wahlberechtigte Kreise
01

Der Steckbrief zur Wahl

Umfrage · Veränderung zu 2023

Gewählt wird Abgeordnetenhaus von Berlin.

Aktuelle Umfrage und Veränderung zur Wahl 2023

22
18
17
15
14
7
4
3
CDU▼ 6,2
AfD▲ 8,9
Grüne▼ 1,4
Linke▲ 2,8
SPD▼ 4,4
Sonstigeneu
FDP▼ 0,6
BSWneu

Gestrichelte Linie: 5-%-Hürde. Sonntagsfrage, Civey, Stand Montag, 15. Juni 2026. Quelle: DAWUM — Umfragen verschiedener Institute (ODbL). ▲/▼ = Veränderung in Prozentpunkten ggü. amtlichem Ergebnis 2023 (Wahlen Berlin – Amtliches Endergebnis Wiederholungswahl 12.02.2023); Wahlbeteiligung 2023: 62,9 %. Umfragen sind Momentaufnahmen mit statistischer Unsicherheit, keine Prognose.

02

Das Wahlgebiet auf einen Blick

WohnlupenScore je Kreis
im Land: wenigermehr

Blasengröße & Farbe = WohnlupenScore, gestreckt auf den Landesvergleich. Zahl = absoluter Score (0–100, bundesweiter Vergleich). Klick auf eine Region öffnet den Steckbrief. Daten & Analyse: wohnlupe.de

03

Die wahlentscheidenden Zahlen

Werte für die ganze Stadt

Diese Themen prägen den Wahlkampf. Hier mit den Werten für die ganze Stadt und daneben, was die Parteien dazu in ihren Programmen versprechen.

Arbeit & Wirtschaft
Jobs, Löhne, Wertschöpfung
Arbeitslosenquote9,1 %

Arbeitslosenquote. Weniger ist besser.

Medianeinkommen (Vollzeit)3.982 €/Monat

Mittleres Bruttoeinkommen vollzeitbeschäftigter Arbeitnehmer. Mehr ist besser.

BIP je Erwerbstätigem90.000 €

Wirtschaftsleistung je erwerbstätige Person (in 1.000 €). Mehr ist besser.

Was die Parteien wollen
CDUBekennt sich zu einem investitionsfreundlichen Klima, das Wachstum und Beschäftigung fördern soll, und sieht Wettbewerb als Motor für Innovation und faire Preise; lehnt Enteignungen privaten Eigentums entschieden ab.
AfDWill die Gewerbesteuer senken, die CO2-Bepreisung für Gewerbeimmobilien abschaffen und Betriebe durch Bürokratieabbau entlasten.
GRÜNEWill den Landesmindestlohn auf mindestens 16,50 Euro anheben, Bürokratie für kleine und mittlere Unternehmen durch einfachere Vergabe- und Genehmigungsverfahren abbauen und bezahlbare landeseigene Gewerbeflächen bereitstellen.
DIE LINKEWill die öffentliche Daseinsvorsorge bei Wohnen, Nahverkehr, Pflege und Gesundheit in öffentlicher Hand halten statt sie privaten Konzernen zu überlassen. Wer in der Stadt arbeitet, soll von seiner Arbeit gut leben können.
SPDWill Wachstum und Wirtschaftsförderung mit guten Löhnen verbinden, koppelt Landesförderung an Tarifbindung und Mitbestimmung und will Berlin zum Innovationsstandort Nummer 1 in Europa machen.
FDPWill Bürokratie abbauen und auf einer bisher unbebauten Fläche, etwa einem Teil des Tempelhofer Felds, eine wissenschaftlich begleitete Sonderwirtschaftszone namens "Frei-Kiez" mit beschleunigten Genehmigungen und entschlackten Vorschriften einrichten.
BSWNiemand soll weniger als 15 Euro pro Stunde verdienen, kleine Unternehmen sollen über den Abbau von Bürokratie und preiswerte Energie entlastet werden, und Renten bis 2000 Euro sollen steuerfrei bleiben.
Demografie & Abwanderung
Wer bleibt, wer geht
Bevölkerungsentwicklung0,59 %

Wie sich die Einwohnerzahl entwickelt. Wachstum spricht für Attraktivität.

Bildungswanderung (18–25 J.)22,87 je 1 Tsd. EW

Zeigt, ob junge Leute zwischen 18 und 25 (z. B. für Studium oder Ausbildung) eher herziehen oder wegziehen — je 1.000 Einwohner dieser Altersgruppe. Ein negativer Wert heißt: Mehr junge Menschen verlassen den Kreis, als nachkommen.

Anteil 65+19,2 %

Anteil der Menschen ab 65 Jahren – als Struktur-Indikator zählt ein niedrigerer Anteil als jünger/dynamischer.

Was die Parteien wollen
CDUDie S-Bahn soll durch dichtere Takte, zusätzliche Gleise und bessere Verbindungen in die Außenbezirke gestärkt werden; auch die Anbindung innerhalb der Außenbezirke soll gezielt verbessert werden, damit Wege schneller und zuverlässiger werden.
AfDWill den ÖPNV durch Personalgewinnung bei BVG und S-Bahn, einen zügigen Ausbau des Schienennetzes und vereinfachtes Ticketing über Mobilitätskonten attraktiver machen.
GRÜNEWill Großwohnsiedlungen und Außenbezirke besser an den Nahverkehr und an Brandenburg anbinden und die soziale Infrastruktur dort stärken.
DIE LINKEBerlin ist ein Stadtstaat ohne ländlichen Raum. Setzt darauf, dass Wohnen, Nahverkehr, Pflege und Gesundheit für alle Menschen in der Stadt zugänglich und bezahlbar bleiben.
SPDIn den Außenbezirken soll es wie in der Innenstadt flächendeckend mindestens einen 10-Minuten-Takt im Nahverkehr geben, ergänzt durch autonom fahrende Kleinbusse in Randlagen und zu Tagesrandzeiten.
FDPWill den Berliner Schienenaußenring ertüchtigen und durch einen dritten Bahnring sowie eine Nahverkehrstangente ergänzen, um die Außenbezirke besser zu verbinden und die Daseinsvorsorge von ÖPNV über Schulen bis zur medizinischen Versorgung sicherzustellen.
BSWDer ÖPNV soll vor allem in den Berliner Außenbezirken durch Ausbau von U-Bahn, S-Bahn, Tram und Bus sowie Rufbusse gezielt gestärkt werden, ergänzt um ein kostenloses Schülerticket in der gesamten Region Berlin-Brandenburg.
Wohnen & Mieten
Leerstand, Neubau, Bautätigkeit
Leerstandsquote2 %

Anteil leerstehender Wohnungen. Weniger Leerstand spricht für eine gefragte Lage.

Neubauwohnungen je 1.000 EW4,36 je 1 Tsd. EW

Fertiggestellte Neubauwohnungen je 1.000 Einwohner – ein Zeichen für Bautätigkeit und Dynamik.

Baugenehmigungen je 1.000 EW3,78 je 1 Tsd. EW

Genehmigte neue Wohnungen je 1.000 Einwohner – die Bau-Pipeline der nächsten Jahre.

Was die Parteien wollen
CDUErteilt Forderungen nach Enteignungen oder einem Mietendeckel eine klare Absage und setzt stattdessen auf mehr und schnelleren Wohnungsbau sowie auf besseren Mieterschutz, mit dem Mieter ihre Rechte einfacher durchsetzen können.
AfDWill geförderten Wohnraum über ein Punktesystem vorrangig an langjährige Berliner vergeben und Enteignungen von Wohnungsunternehmen strikt ablehnen.
GRÜNEWill ein Bezahlbare-Mieten-Gesetz einführen, nach dem Vermieter mit mehr als 50 Wohnungen einen Teil der Neuvermietungen mindestens 20 Prozent unter der ortsüblichen Vergleichsmiete anbieten müssen, und beim Neubau mindestens die Hälfte der Wohnungen mietpreisgebunden errichten.
DIE LINKEWill den Volksentscheid "Deutsche Wohnen & Co. enteignen" umsetzen, große Wohnungskonzerne vergesellschaften und die Mieten bei den landeseigenen Wohnungen deckeln.
SPDIn der Legislaturperiode 2026 bis 2031 sollen 100.000 neue Wohnungen entstehen, und will einen rechtssicheren Mietendeckel auf Grundlage von Artikel 15 Grundgesetz einführen.
FDPWill die Landesbauordnung weiter entschlacken, Verwaltungs- und Genehmigungsprozesse digitalisieren und beschleunigen und mit einer Typenbaugenehmigung das Bauen vereinfachen, damit mehr und schneller gebaut wird.
BSWWill den Volksentscheid 'Deutsche Wohnen & Co. enteignen' umsetzen, über eine Bundesratsinitiative einen Mietendeckel ermöglichen und mehr Wohnungen in öffentliche und gemeinnützige Hand bringen.
Gesundheit & Pflege
Ärzte, Pflege, Versorgung
Hausärzte je 100.000 EW63,1 je 100 Tsd. EW

Wie viele Hausärztinnen und Hausärzte es je 100.000 Einwohner gibt. Mehr ist besser.

Ärzte je 10.000 EW17,91 je 10 Tsd. EW

Wie viele Ärztinnen und Ärzte (alle Fachrichtungen) es je 10.000 Einwohner gibt. Mehr ist besser.

Pflegeheimplätze je 10.000 EW82,4 je 10 Tsd. EW

Verfügbare Plätze in Pflegeheimen je 10.000 Einwohner.

Was die Parteien wollen
CDUWill eine starke wohnortnahe Versorgung und gemeinsam mit der Kassenärztlichen Vereinigung regulatorische Änderungen schaffen, damit sich Haus- und Kinderärzte sowie Hebammen wieder dort niederlassen, wo sie gebraucht werden.
AfDWill die Investitionskostenzuschüsse für Krankenhäuser deutlich erhöhen, die Abrechnung nach Fallpauschalen durch ein leistungsgerechtes System ersetzen und das Pflegegeld für pflegende Angehörige um 23 Prozent anheben.
GRÜNEWill flächendeckend integrierte Gesundheitszentren mit ärztlichen, therapeutischen und psychosozialen Angeboten aufbauen, eine Pflegekammer einführen und die Notfallversorgung mit integrierten Notfallzentren reformieren.
DIE LINKEWill Krankenhäuser in kommunaler Hand behalten und dort rekommunalisieren, wo sich private Konzerne zurückziehen.
SPDWill eine auskömmliche Finanzierung der Berliner Krankenhäuser sichern, die Krankenhausreform mit Spezialisierung und Kooperation vorantreiben und Pflegekräfte entlasten.
FDPWill die maximalversorgenden Krankenhäuser stärken, die stationäre Versorgung spezialisieren, den Rettungsdienst modernisieren und die Krankenhausfinanzierung am tatsächlichen medizinischen Patientenbedarf neu ordnen.
BSWDie Krankenhausversorgung soll als öffentliche Daseinsvorsorge in öffentlicher oder gemeinnütziger Hand bleiben, mit einer am Bedarf orientierten Krankenhausplanung statt am Profit ausgerichteter Schließungen.
Sicherheit
Kriminalität, Einbrüche & Verkehr
Straftaten je 100.000 EW14.292 je 100 Tsd. EW

Erfasste Straftaten je 100.000 Einwohner. Weniger ist besser.

Wohnungseinbrüche je 100.000 EW222 je 100 Tsd. EW

Wohnungseinbrüche je 100.000 Einwohner. Weniger ist besser.

Verkehrsunfälle je 100.000 EW425 je 100 Tsd. EW

Straßenverkehrsunfälle je 100.000 Einwohner. Weniger ist besser.

Was die Parteien wollen
CDUWill die Polizei mit genügend gut ausgebildetem Personal und weniger Bürokratie stärken und besonders beschleunigte Strafverfahren bei Delikten der Straßenkriminalität zum Regelfall machen, mit Verhandlungen möglichst noch am selben Tag.
AfDWill Polizei und Justiz personell und baulich stärken, eine bei den Ordnungsämtern angesiedelte Bezirkspolizei einführen und anlasslose Kontrollen an kriminalitätsbelasteten Orten ausweiten.
GRÜNEWill „Community Policing" mit mehr Kontaktbereichsbeamten in die Fläche bringen, biometrische Gesichtserkennung ablehnen und organisierte Kriminalität über einen „Follow the Money"-Ansatz mit einem Immobilienregister bekämpfen.
DIE LINKEBezeichnet Meinungs- und Demonstrationsfreiheit als unverhandelbar und will Einschränkungen wie Demonstrationsverbote sowie polizeiliche Willkür zurückdrängen.
SPDSetzt auf Prävention sowie mehr Mittel für Justiz und Polizei, lehnt den Einsatz von Software des Herstellers Palantir in Berlin ab und hält am Verbot von Racial Profiling fest.
FDPWill eine dauerhaft verstärkte Polizeipräsenz im öffentlichen Raum, will den Polizeivollzugsdienst von Verwaltungsaufgaben entlasten und Polizei- und Feuerwehrwachen über ein verbindliches Sanierungsprogramm sanieren.
BSWWill eine bürgernahe Polizei und eine schnelle Justiz, die Besoldung an das Bundesniveau angleichen und zusätzliches Personal vor allem in den Außendienst (Streife, Ermittlungen, Prävention) lenken.
Bildung & Familie
Schule, Abschlüsse, Betreuung
Schulabgänger ohne Abschluss6,99 %

Anteil der Schulabgänger ohne Abschluss. Weniger ist besser.

Betreuungsquote U352,56 %

Anteil der unter Dreijährigen mit Betreuungsplatz. Mehr heißt: bessere Chancen auf einen Platz.

Schulabgänger mit Hochschulreife44,42 %

Anteil der Schulabgänger mit allgemeiner Hochschulreife. Mehr ist besser.

Was die Parteien wollen
CDUSetzt auf das Prinzip von Fördern und Fordern und will sowohl leistungsschwache als auch leistungsstarke Schüler individuell fördern; will das Gymnasium als Schulform erhalten und stärken.
AfDWill die Grundfertigkeiten Lesen, Schreiben und Rechnen in den Mittelpunkt stellen, die Lehrpläne überarbeiten und an Grundschulen die Fächer Heimatkunde und Werken wiedereinführen.
GRÜNEWill die Zahl der Gemeinschaftsschulen verdoppeln, an allen Schulen multiprofessionelle Teams einsetzen und ab Klasse 7 ein kostenloses Mittagessen anbieten.
DIE LINKEWill jungen Menschen gute Schulen sowie Ausbildungs- und Studienplätze sichern und den Bau von Studierendenwohnheimen über erweiterte Kredite und öffentliche Zuschüsse fördern.
SPDWill den Betreuungsschlüssel in den Kitas weiter verbessern, die Schulbauoffensive fortsetzen und die Handynutzung an Grundschulen während Unterricht und Pausen untersagen.
FDPWill die Schulpflicht um ein qualifizierendes Schulvorbereitungsjahr (Vorschule) in den Kitas im Jahr vor der Einschulung ausweiten, damit Kinder ein Grundniveau an Fähigkeiten und sichere Deutschkenntnisse erreichen.
BSWIn den Grundschulen sollen wieder die Kernkompetenzen Lesen, Schreiben und Rechnen im Vordergrund stehen, der Lehrermangel beendet und Smartphones und Tablets aus den Grundschulklassen verbannt werden.
Digitales
Schnelles Netz auf dem Land
Breitband ≥ 1000 Mbit/s96,64 %

Anteil der Haushalte mit Gigabit-Anschluss. Mehr ist besser.

Breitband ≥ 100 Mbit/s99,39 %

Anteil der Haushalte mit mindestens 100 Mbit/s. Mehr ist besser.

Breitband ≥ 50 Mbit/s99,53 %

Anteil der Haushalte mit mindestens 50 Mbit/s. Mehr ist besser.

Was die Parteien wollen
CDUWill die mit der Verwaltungsreform begonnene Modernisierung fortsetzen, Doppelstrukturen und Bürokratie abbauen und Verfahren digitalisieren und beschleunigen; Bürgeramts-Termine sollen kurzfristig verfügbar bleiben.
AfDWill die Verwaltung digitalisieren, auf vernetzte IT-Infrastruktur setzen und kleine Betriebe von der E-Rechnungspflicht befreien.
GRÜNEWill die Verwaltung mit einem digitalen Bürgeramt nach Lebenslagen organisieren und bei der Softwareentwicklung Open-Source-Lösungen nach dem Prinzip „Public Money, Public Code" bevorzugen.
DIE LINKEWill die Verwaltung digitaler und effizienter machen, unter anderem mit digitalen Verfahren wie elektronischen Wohnberechtigungsscheinen und mehr Transparenz auf dem Wohnungsmarkt.
SPDWill den flächendeckenden Glasfaser-Ausbau beschleunigen und die Verwaltung über eine Berlin-App nach Wiener Vorbild sowie das Once-Only-Prinzip digital und proaktiv aufstellen.
FDPWill, dass alle Behördengänge rund um die Uhr digital über ein einheitliches "digitales Rathaus" erledigt werden können, in dem Nutzerinnen und Nutzer mit einer Interaktion vom Problem zur Lösung finden.
BSWÜber das Once-Only-Prinzip sollen Unternehmen Daten den Behörden nur einmal mitteilen, und über die Genehmigungsfiktion soll ein Antrag nach Ablauf einer Frist ohne Behördeneinspruch als erteilt gelten.
Migration & Zuwanderung
Nur zur Einordnung — keine Wertung
Außenwanderungssaldo256 je 1 Tsd. EW

Zeigt, ob mehr Menschen aus dem Ausland zuziehen oder ins Ausland wegziehen — je 1.000 Einwohner. Ein positiver Wert heißt: Es kommen mehr Menschen aus anderen Ländern her, als von hier ins Ausland gehen.

Ausländeranteil22,5 %

Anteil der Menschen ohne deutsche Staatsangehörigkeit. Rein informativ – Nationalität wird bewusst nicht als gut oder schlecht gewertet und fließt nicht in den Score ein (auf der Karte nur zum Erkunden einfärbbar).

Nur zur Einordnung — diese Werte werden bewusst nicht als gut oder schlecht gewertet.

Was die Parteien wollen
CDUBekennt sich zum Asylrecht, will illegale Migration aber begrenzen, die GEAS-Richtlinie konsequent umsetzen, die Bezahlkarte dauerhaft etablieren und die Ausreisepflicht konsequenter durchsetzen.
AfDFordert einen sofortigen Aufnahmestopp für Asylbewerber in Berlin, die sofortige Abschiebung aller bis zu 20.000 ausreisepflichtigen Personen und eine verbindliche Agenda für Remigration.
GRÜNEWill Geflüchtete dezentral in Wohnungen und kleineren Unterkünften statt in Massenunterkünften unterbringen, die geplante Bezahlkarte ablehnen und den Arbeitsmarktzugang durch eine Taskforce „Anerkennung" erleichtern.
DIE LINKEStellt sich gegen Pläne einer "Remigration" und will, dass Menschen in Berlin unabhängig von Pass oder Job in Würde leben können.
SPDBekennt sich zum Recht auf Asyl, will die Einbürgerungszahlen weiter steigern und Beschäftigungsverbote für Geflüchtete abbauen, priorisiert aber Rückführungen bei schweren Straftaten ohne Bleiberecht.
FDPKnüpft Einwanderung an die Anerkennung des Grundgesetzes und des demokratischen Zusammenlebens und will geflüchtete Menschen zügig menschenwürdig unterbringen, wobei Sammelunterkünfte klaren Standards unterliegen und Containerdörfer nur eine schnellstmöglich zu beendende Zwischenlösung sein sollen.
BSWWill Zuwanderung kontrollieren und begrenzen; wer das Gastrecht missbraucht und sich nicht an Recht und Gesetz hält, soll das Land verlassen müssen.
Demokratie & Beteiligung
Wahlbeteiligung, Volksentscheide, Mitbestimmung
Wahlbeteiligung80,3 %

Wahlbeteiligung als Zeichen für gesellschaftliches Engagement und Zusammenhalt. Mehr ist besser.

Was die Parteien wollen
CDUDas Programm enthält keine konkrete Aussage zu Wahlrecht oder Wahlalter. Vorgesehen ist, den "digitalen Zwilling" der Stadt zu einer zentralen Plattform für Bürgerbeteiligung weiterzuentwickeln, auf der Planungsvorhaben dreidimensional visualisiert werden.
AfDWill die direkte Demokratie stärken, einen Volkseinwand nach Schweizer Vorbild einführen und den Regierenden Bürgermeister sowie die Bezirksbürgermeister direkt wählen lassen.
GRÜNEWill die Bezirksverordnetenversammlungen mit mehr bindender Beschlusskompetenz ausstatten und das Konnexitätsprinzip („Wer bestellt, bezahlt") in der Berliner Verfassung verankern.
DIE LINKEWill Politik gemeinsam mit den Menschen machen, vor jedem Bebauungsplanverfahren ein frühzeitiges und ergebnisoffenes Beteiligungsverfahren durchführen und Volksentscheide umsetzen.
SPDWill die wehrhafte Demokratie mit einem Demokratiefördergesetz stärken, ein Paritätsgesetz für eine gleich starke Vertretung der Geschlechter einführen und einen Verbotsantrag gegen die AfD vorantreiben.
FDPKeine konkrete Aussage im Wahlprogramm 2026.
BSWGesetze des Abgeordnetenhauses sollen der Bevölkerung zur Abstimmung vorgelegt werden, wenn binnen 100 Tagen 20.000 Unterschriften gesammelt werden, und Änderungen der Landesverfassung sollen zwingend per Volksabstimmung erfolgen.

Strukturdaten je Kreis: wohnlupe.de (Deutschlandatlas/BBSR, INKAR, DWD). Parteipositionen: zusammengefasst aus den offiziellen Wahlprogrammen, sortiert nach aktueller Prognose — ohne Gewähr (siehe Abschnitt „Wer tritt an").

04

Wer tritt an?

Sortiert nach aktueller Prognose
22,0 %Prognose2021: 28,2 %
KW
Kai Wegner
CDU Berlin (Christlich Demokratische Union Deutschlands, Landesverband Berlin)
Spitzenkandidat:in
Aus dem Wahlprogramm · in einfacher Sprache

Die CDU Berlin will mit ihrem Regierungsprogramm 2026-2031 vor allem mehr und schnelleren Wohnungsbau erreichen und lehnt Enteignungen und einen Mietendeckel ab. Sie setzt auf eine starke Polizei, eine schnelle Justiz und eine konsequente Begrenzung illegaler Migration bei gleichzeitigem Bekenntnis zum Asylrecht. In Wirtschaft, Bildung und Verwaltung will sie ein investitionsfreundliches Klima, das Prinzip von Fördern und Fordern in den Schulen sowie weniger Bürokratie durch Fortsetzung der Verwaltungsreform.

Wahlprogramm lesen ↗Regierungsprogramm 2026-2031 (Motto "Berlin wird."); veröffentlicht auf der CDU-Kampagnenseite berlin-wird.de (verlinkt von cdu.berlin)
18,0 %Prognose2021: 9,1 %
KB
Kristin Brinker
AfD Berlin (Alternative für Deutschland, Landesverband Berlin)
Spitzenkandidat:in
Aus dem Wahlprogramm · in einfacher Sprache

Die AfD Berlin will Migration und Asyl strikt begrenzen und verfolgt eine umfassende Politik der Remigration mit Aufnahmestopp und Abschiebung ausreisepflichtiger Personen. Sie will Polizei und Justiz stärken, mehr bezahlbaren Wohnraum durch weniger Regulierung schaffen und Berliner bei gefördertem Wohnraum vorrangig berücksichtigen. In der Energie- und Wirtschaftspolitik will sie das Berliner Klimaschutz- und Energiewendegesetz durch ein Sichere-Energie-Gesetz ersetzen, Steuern und Abgaben senken und die Bürger bei den Energiekosten entlasten.

Wahlprogramm lesen ↗Leitantrag des Landesvorstands für den Landesparteitag am 30. Mai 2026; als Wahlprogramm zur Abgeordnetenhauswahl am 20. September 2026 vorgelegt
17,0 %Prognose2021: 18,4 %
WJ
Werner Graf (Spitzenduo mit Bettina Jarasch)
Bündnis 90/Die Grünen Berlin (Landesverband Berlin)
Spitzenkandidat:in
Aus dem Wahlprogramm · in einfacher Sprache

Die Grünen Berlin wollen Wohnen wieder bezahlbar machen, unter anderem mit einem Bezahlbare-Mieten-Gesetz und einem höheren Anteil mietpreisgebundener Neubauten. Sie setzen auf eine Verkehrswende mit einem Zehn-Minuten-Takt im Nahverkehr und einem Berliner Klimaticket für neun Euro im Monat. Außerdem wollen sie Klimaschutz, eine offene Migrationspolitik und eine bürgernähere Verwaltung und Sicherheitspolitik voranbringen.

Wahlprogramm lesen ↗Wahlprogramm „Politik ändern, Berlin bleiben.", beschlossen auf der Landesdelegiertenkonferenz am 14./15. Februar 2026
15,0 %Prognose2021: 12,2 %
EE
Elif Eralp
DIE LINKE Berlin (Landesverband Berlin)
Spitzenkandidat:in
Aus dem Wahlprogramm · in einfacher Sprache

DIE LINKE Berlin stellt bezahlbares Wohnen ins Zentrum und will dafür den Volksentscheid "Deutsche Wohnen & Co. enteignen" umsetzen, große Wohnungskonzerne vergesellschaften und die Mieten bei landeseigenen Wohnungen deckeln. Die Partei will öffentliche Daseinsvorsorge wie Gesundheit, Nahverkehr und Pflege in öffentlicher Hand halten. Sie will Preissteigerungen bei BVG und S-Bahn stoppen, ein günstiges Sozialticket wieder einführen und Berlin als offene Stadt gegen Rechts verteidigen.

Wahlprogramm lesen ↗Beschlossen auf dem Landesparteitag am 25. April 2026 (redaktionelle Änderungen laut Partei weiterhin möglich).
14,0 %Prognose2021: 18,4 %
SK
Steffen Krach
SPD Berlin (Sozialdemokratische Partei Deutschlands, Landesverband Berlin)
Spitzenkandidat:in
Aus dem Wahlprogramm · in einfacher Sprache

Die SPD Berlin will mit 100.000 neuen Wohnungen bis 2031 und einem rechtssicheren Mietendeckel den Wohnraummangel bekämpfen und das Leben in der Stadt bezahlbar halten. Sie setzt auf Wirtschaftswachstum mit guter Bezahlung und Tarifbindung sowie auf Investitionen in Nahverkehr, Krankenhäuser, Schulen und eine bürgernahe Digitalisierung. In der Sicherheits- und Demokratiepolitik verbindet sie Prävention und eine gut ausgestattete Polizei mit dem Schutz der wehrhaften Demokratie, einem Paritätsgesetz und einem Verbotsantrag gegen die AfD.

Wahlprogramm lesen ↗Wahlprogramm zur Abgeordnetenhauswahl 2026; Entwurf am 16. Februar 2026 im Landesvorstand beschlossen, final beschlossen auf dem Landesparteitag am 8./9. Mai 2026
4,0 %Prognose2021: 4,6 %
CM
Christoph Meyer
FDP Berlin (Freie Demokratische Partei, Landesverband Berlin)
Spitzenkandidat:in
Aus dem Wahlprogramm · in einfacher Sprache

Die FDP Berlin will eine Stadt, die wirtschaftlich stärker wird, weniger Bürokratie hat und in der sich Leistung lohnt, und sie schlägt dafür unter anderem eine Sonderwirtschaftszone "Frei-Kiez" sowie ein umfassendes Bürokratieentlastungsgesetz vor. Beim Wohnen setzt sie auf schnelleres und einfacheres Bauen durch eine entschlackte Bauordnung, digitalisierte Genehmigungsverfahren und die Förderung von Eigentum. Bei Sicherheit, Verwaltung und Bildung fordert sie mehr Polizeipräsenz, eine vollständig digitale Verwaltung ("digitales Rathaus") sowie ein Vorschuljahr für sichere Deutschkenntnisse.

Wahlprogramm lesen ↗Wahlprogramm zur Abgeordnetenhauswahl 2026 (Berlin, Wahltermin 20. September 2026), auf einem Landesparteitag beraten und beschlossen; PDF auf fdp-berlin.de veröffentlicht
3,0 %Prognose2021: neu
AK
Alexander King
BSW Berlin (Bündnis Sahra Wagenknecht, Landesverband Berlin)
Spitzenkandidat:in
Aus dem Wahlprogramm · in einfacher Sprache

Das BSW Berlin stellt Frieden und eine Ablehnung von Aufrüstung und Wehrpflicht in den Mittelpunkt und versteht sich als Berliner Friedenspartei. In der Landespolitik fordert die Partei einen Stopp der Mietenexplosion durch Mietendeckel und mehr öffentliche Wohnungen, einen Mindestlohn von 15 Euro, steuerfreie Renten bis 2000 Euro sowie eine Rückbesinnung der Grundschulen auf Lesen, Schreiben und Rechnen. Außerdem will sie unkontrollierte Zuwanderung begrenzen, mehr direkte Demokratie über Volksbefragungen und Volksentscheide einführen und die Corona-Zeit durch einen Untersuchungsausschuss aufarbeiten.

Wahlprogramm lesen ↗beschlossen am 25.04.2026

Reihenfolge nach aktueller Wahlprognose (Stand 2026-06-15); Ergebnis 2021 klein als Vergleich. Umfragen: DAWUM (ODbL). Spitzenkandidat:innen & die Programm-Zusammenfassungen sind redaktionell in einfacher Sprache aufbereitet (max. 3 Sätze) — ohne Gewähr, bitte gegen die offiziellen Programme prüfen. Parteien ohne veröffentlichtes Wahlprogramm werden hier nicht gezeigt. Daten & Analyse: wohnlupe.de

05

Wie & wo wählen

Termin · Briefwahl · Service
Der WahltagSonntag, 20. September 2026

Wer nicht ins Wahllokal kommt, kann vorab per Briefwahl abstimmen.

06

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